Was passiert, wenn einem das eigene Leben entgleitet, man so vieles vergisst, Alzheimer hat?
Emma Healey´s Buch ist eine wirklich ergreifende, sehr liebevoll geschriebene Geschichte über, die an Alzheimer erkrankte Frau, Maud. Hier begleiten wir sie auf der Suche nach ihrer Freundin Elizabeth, die verschwunden ist. Maud notiert sich auf kleine Zettelchen immer ein paar Stichwörter, denn manchmal weis sie schon nach einem kurzen Augenblick nicht mehr, was sie gerade vor hatte. Oder sie kann mit einigen Notizen auch gar nichts mehr anfangen. Was Maud sehr ärgert ist, dass sich niemand dafür interessiert wo ihre Freundin Elizabeth ist. Aber Maud gibt nicht auf, sodass ihre Tochter und auch die Polizei noch einiges zu tun haben.
Parallel läuft noch die spannende Handlung um das Verschwinden Mauds Schwester in der Nachkriegszeit.
Sukey ist über Nacht mit einem Koffer verschwunden, und auch damals sucht die junge Maud nach ihrer Schwester. Es wird hier sehr gut gezeigt, wie gut sich Menschen mit Alzheimer an ihr früheres Leben erinnern können, das Langzeitgedächtnis noch sehr gut funktioniert.
Die Geschichte aus Mouds Sicht zu erzählen, dafür gebe ich der Autorin ein ganz großes Plus!!
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Bewertung: 8 von 10
11. Dezember 2014
19. August 2014
Wohllebengasse - Tim Bonyhady
Die Gallias gehörten zu den assimilierten jüdischen Familien, die es wie die Ephrussi rasch zu Ansehen und Reichtum brachten. Der Unternehmer Moriz und seine Frau Hermine waren bekannt mit Gustav und Alma Mahler, mit Carl Moll und Gustav Klimt. 1913 ließen sie sich ein Haus in der Wohllebengasse bauen und ihre weitläufige Wohnung von Josef Hoffmann einrichten. Zweieinhalb Jahrzehnte später mussten ihre Nachkommen nach dem "Anschluss" das Land verlassen.
Das waren, Gretl Gallia, ihre Tochter Annelore und ihre Schwester Käthe, denen vom beträchtlichen Familienvermögen kaum etwas geblieben ist. Dennoch gelang es ihnen einen Schatz mit sich zu nehmen: die bedeutendste Kunstsammlung einer jüdischen Familie, die Österreich während des "Dritten Reiches" verlassen konnte.
Eine interessante, detailreiche Erzählung der Geschichte.
Das waren, Gretl Gallia, ihre Tochter Annelore und ihre Schwester Käthe, denen vom beträchtlichen Familienvermögen kaum etwas geblieben ist. Dennoch gelang es ihnen einen Schatz mit sich zu nehmen: die bedeutendste Kunstsammlung einer jüdischen Familie, die Österreich während des "Dritten Reiches" verlassen konnte.
Eine interessante, detailreiche Erzählung der Geschichte.
Ehre - Elif Shafak
London, 12. September 1992 - Esma -
Meine Mutter starb zwei Mal.
Ich habe mir geschworen, ihre Geschichte nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, habe aber nie die Zeit oder den Willen oder den Mut aufgebracht, sie niederzuschreiben. Bis vor Kurzem. Ich glauben nicht, dass jemals eine echte Schriftstellerin aus mir wird, aber das ist in Ordnung. Ich bin jetzt in einem Alter, in dem ich meine Grenzen und Fehler besser akzeptieren kann. Aber ich musste die Geschichte erzählen, und sei es nur einem einzigen Menschen. Ich musste sie in die Welt hinausschicken, damit sie losgelöst von uns frei davonschweben konnte. Diese Freiheit war ich Mum schuldig. Und ich musste noch dieses Jahr fertig werden, noch vor seiner Entlassung aus dem Gefängnis.
...Ich werde ihm sein Zimmer zeigen und langsam die Türe schließen. Ich werde ihn dort allein lassen. In einem Zimmer in meinem Haus. Nicht zu nah und nicht zu fern. In diese vier Wände werde ich ihn einsperren, zwischen dem Hass und der Liebe, die ich empfinde, ob ich will oder nicht, und die für immer in einem Kästchen in meinem Herzen verschlossen sind.
Er ist mein Bruder.
Er, der Mörder.
Großartige Darstellung der muslimischen Kulturen - der traditionellen wie der modernen, und ich hätte gewünscht, dass Elif Shafak aus den 500 Seiten 1000 gemacht hätte. Wunderbare Zeilen zum Lesen und einfach nicht zum weglegen!!
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Bewertung 9 von 10
Meine Mutter starb zwei Mal.
Ich habe mir geschworen, ihre Geschichte nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, habe aber nie die Zeit oder den Willen oder den Mut aufgebracht, sie niederzuschreiben. Bis vor Kurzem. Ich glauben nicht, dass jemals eine echte Schriftstellerin aus mir wird, aber das ist in Ordnung. Ich bin jetzt in einem Alter, in dem ich meine Grenzen und Fehler besser akzeptieren kann. Aber ich musste die Geschichte erzählen, und sei es nur einem einzigen Menschen. Ich musste sie in die Welt hinausschicken, damit sie losgelöst von uns frei davonschweben konnte. Diese Freiheit war ich Mum schuldig. Und ich musste noch dieses Jahr fertig werden, noch vor seiner Entlassung aus dem Gefängnis.
...Ich werde ihm sein Zimmer zeigen und langsam die Türe schließen. Ich werde ihn dort allein lassen. In einem Zimmer in meinem Haus. Nicht zu nah und nicht zu fern. In diese vier Wände werde ich ihn einsperren, zwischen dem Hass und der Liebe, die ich empfinde, ob ich will oder nicht, und die für immer in einem Kästchen in meinem Herzen verschlossen sind.
Er ist mein Bruder.
Er, der Mörder.
Großartige Darstellung der muslimischen Kulturen - der traditionellen wie der modernen, und ich hätte gewünscht, dass Elif Shafak aus den 500 Seiten 1000 gemacht hätte. Wunderbare Zeilen zum Lesen und einfach nicht zum weglegen!!
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Bewertung 9 von 10
29. März 2014
Das größere Wunder - Thomas Glavinic
Eine besonders passende Beschreibung zu diesem Buch ist: ...ein Buch mit einer leidenschaftlichen Energie...
Glavinic beschreibt eine Expedition zum Mount Everest, und das total interessant und fesselnd. Der Protagonist Jonas lässt bei der Besteigung, immer durch Erzählungen, sein bisheriges Leben Revü passieren, denkt über alles nach, Sinnfragen, wie es eben jeder von uns mal macht. Sehr schön zu lesen, nur mit dem Ende konnte ich mich nicht anfreunden, da hatte ich zu große Erwartungen!
Glavinic beschreibt eine Expedition zum Mount Everest, und das total interessant und fesselnd. Der Protagonist Jonas lässt bei der Besteigung, immer durch Erzählungen, sein bisheriges Leben Revü passieren, denkt über alles nach, Sinnfragen, wie es eben jeder von uns mal macht. Sehr schön zu lesen, nur mit dem Ende konnte ich mich nicht anfreunden, da hatte ich zu große Erwartungen!
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Bewertung 7 von 10
Bewertung 7 von 10
8. März 2014
Vindings Spiel - Ketil Bjornstad
"Wenn Musik und Literatur zusammen kommen, dann ist das ein wirklich großes Erlebnis!"
Diese Worte stammen nicht von mir, aber sie sind zu diesem Roman genau passend.
Was spielt sich im Leben eines 15 Jahre alten Jungen ab, der sich ganz dem Klavierspiel verschreibt. Dessen Mutter, welche ihm immer die Liebe zur klassischen Musik vermittelte, vor seinen Augen verunglückt. Und kein harmonischer Bezug zu Vater und Schwester besteht.
Hier hat Ketil Bjornstad einen rundherum perfekten Roman geschrieben. Spannend, einfühlsam, tragisch.
Es ist ein kleiner, aber sehr interessanter Einblick in die Welt der "klassischen Musik."
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Bewertung 8 von 10
Diese Worte stammen nicht von mir, aber sie sind zu diesem Roman genau passend.
Was spielt sich im Leben eines 15 Jahre alten Jungen ab, der sich ganz dem Klavierspiel verschreibt. Dessen Mutter, welche ihm immer die Liebe zur klassischen Musik vermittelte, vor seinen Augen verunglückt. Und kein harmonischer Bezug zu Vater und Schwester besteht.
Hier hat Ketil Bjornstad einen rundherum perfekten Roman geschrieben. Spannend, einfühlsam, tragisch.
Es ist ein kleiner, aber sehr interessanter Einblick in die Welt der "klassischen Musik."
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Bewertung 8 von 10
3. März 2014
Die Fahrt - Sibylle Berg
...Wie soll man die richtigen Freunde erkennen, wenn man nicht weiß, wer man selbst ist.
Das ist das Schwerste, und viele geben auf. Richten sich ein in einer Idee ihrer selbst, und die Missverständnisse beginnen. Von Bekannten umgeben, die zu der Idee passen, die man von sich hat, die Ideen sind meist die, die man sieht im Fernsehen, die man bekommen hat von den Eltern, von den Nachbarn, von Leuten, da man glaubt, sie wüssten, wie es geht. Es geht so natürlich nicht. Vielleicht macht es böse, sich nicht zu erkennen. Macht empfänglich für religiösen Fanatismus und Wahn, für Raffgier und Geiz, vielleicht glaubt man, mit Bombenlegen und Produktekaufen, mit Therapien und Auf-kleine-Tiere-Schießen der Unzufriedenheit Herr zu werden. Falsche Ideen von sich lassen die Gier nach Macht wachsen, gebären Übergewicht und Dummheit. Klingt anstrengend und ist doch die Folge dessen, den einfachen Weg gewählt zu haben. Was die eigene Zusammensetzung bedeutet, was man wirklich will, was einen mit heiterer Gelassenheit erfüllt; herauszufinden, dass man vielleicht nichts Besonderes ist, das alles bedarf ungemeiner Anstrengungen. Es heißt, sich frei zu machen von fremden Bildern und Ideen. Bedeutet, sich jeden Tag neu zu hinterfragen. Listen zu schreiben mit ja und nein, Dafür- und Dagegen-Punkten, heißt vielleicht zu erkennen, dass man keine Freunde hat, weil man sich mit den Personen, die einen umgeben, unwohl fühlt, weil sich vielleicht die falschen Ideen von einem selbst haben. Erkenne dich selbst! Stand am Tempel von Delphi. Die Belohnung ist groß. Sie zeigt sich in Kleinigkeiten. Irgendwann fällt es einem auf, dass man völlig entspannt inmitten fremder Menschen sitzen kann, ohne sich unwohl oder beobachtet zu fühlen, dass man Veranstaltungen verlässt, wenn man sich langweilt, dass man Bücher weglegt, die einem nicht gefallen. Man muss nicht mehr in Urlaub fahren, wenn man Urlaub hasst, und wenn man es schätzt, abends um neun im Bett zu liegen, dann tut man das. Der Preis für die Mühe, sich zu hinterfragen, ist persönliche Freiheit, ist Freundschaft mit sich selbst. Kein entspannter Mensch wird einen anderen töten, wird die Energie aufbringen, sich an anderen zu bereichern. Keiner, der mit sich selbst freundschaftlich verkehrt, wird kriminelle Energie entwickeln und mit Menschen verkehren, die verspannt und verzogen sind. Er wird Freundschaft mit der Welt schließen, und das ist die Grundlage der Menschlichkeit, von der wir nun wissen, warum es sie so selten gibt, warum die Welt so langsam oder vielleicht nie zu einem besseren Ort werden wird...
...diesen Romantext, möchte ich hier für mich festhalten.
Dieser Roman kann einem vielleicht den inneren Druck nehmen, möglichst viel von der Welt sehen zu müssen. Es sind viele, zusammenhängende Erzählungen, von einzelnen Personen und von ganz unterschiedlichem Inhalt und weit entfernten Orten. Hongkong, Berlin, Shanghai...oft suchende, alternde Singles. Wie am Buchrücken zu lesen ist "Eine katastrophal brillante Komödiantin."
Dieser Roman kann einem vielleicht den inneren Druck nehmen, möglichst viel von der Welt sehen zu müssen. Es sind viele, zusammenhängende Erzählungen, von einzelnen Personen und von ganz unterschiedlichem Inhalt und weit entfernten Orten. Hongkong, Berlin, Shanghai...oft suchende, alternde Singles. Wie am Buchrücken zu lesen ist "Eine katastrophal brillante Komödiantin."
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Bewertung 8 von 10
2. März 2014
Schoßgebete - Charlotte Roche
Wie "offen" steht man im Leben, und öffnet sich diesem?!?!
Ich bewundere Charlotte Roche für ihre Offenheit, wenn man bedenkt, welche Schicksalsschläge sie auf ihrem bisherigen Weg trafen. Sie verarbeitet ihre Erlebnisse, in dem sie sich öffnet, durch das Schreiben. Ich wünsche ihr sehr viel Kraft in ihrem weiteren Leben.
Pressestimmen:
Mit ›Schoßgebete‹ hat Charlotte Roche einen erstaunlich konservativen Sex-Roman geschrieben.(…) ›Feuchtgebiete‹ hatte etwas Pubertäres, Schoßgebete ist ein erwachsenes Buch, das der klassischen Tragödiendefintition gerecht wird.
Doch es gibt in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur keinen Autor, der so anschaulich und letztlich liebevoll über Sex schreiben kann.
Ich bewundere Charlotte Roche für ihre Offenheit, wenn man bedenkt, welche Schicksalsschläge sie auf ihrem bisherigen Weg trafen. Sie verarbeitet ihre Erlebnisse, in dem sie sich öffnet, durch das Schreiben. Ich wünsche ihr sehr viel Kraft in ihrem weiteren Leben.
Pressestimmen:
Mit ›Schoßgebete‹ hat Charlotte Roche einen erstaunlich konservativen Sex-Roman geschrieben.(…) ›Feuchtgebiete‹ hatte etwas Pubertäres, Schoßgebete ist ein erwachsenes Buch, das der klassischen Tragödiendefintition gerecht wird.
Doch es gibt in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur keinen Autor, der so anschaulich und letztlich liebevoll über Sex schreiben kann.
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Bewertung 10 von 10
Verlassen - Tahar Ben Jelloun
Marokko - Das war für mich Neuland. Und nach diesem Buch ein, erschreckendes, trostloses, keine Zukunft bietendes Land...
Tahar Ben Jelloun, ist ein großartiges Buch gelungen, die gesellschaftspolitische Situation in Marokko und wie die Jugend mit ihrer Zukunftssituation umgeht, das wird in einer fesselnden Erzählkunst hier weitergegeben.
Er erzählt in diesem Roman über das Schicksal von Azel, der das Jurastudium abgeschlossen hat und keine Zukunftsperspektiven im Land hat. Nur ein paar Kilometer über dem Meer sieht man die Küste Spaniens und damit Verbunden "die Hoffnung" auf ein schönes Leben. Was aber hier tragisches passieren muss, um dieses Land zu erreichen, und seine Hoffnungen leben zu können, ist unwürdig, unmenschlich, tragisch, tödlich.
_________________Tahar Ben Jelloun, ist ein großartiges Buch gelungen, die gesellschaftspolitische Situation in Marokko und wie die Jugend mit ihrer Zukunftssituation umgeht, das wird in einer fesselnden Erzählkunst hier weitergegeben.
Er erzählt in diesem Roman über das Schicksal von Azel, der das Jurastudium abgeschlossen hat und keine Zukunftsperspektiven im Land hat. Nur ein paar Kilometer über dem Meer sieht man die Küste Spaniens und damit Verbunden "die Hoffnung" auf ein schönes Leben. Was aber hier tragisches passieren muss, um dieses Land zu erreichen, und seine Hoffnungen leben zu können, ist unwürdig, unmenschlich, tragisch, tödlich.
Bewertung 8 von 10
1. März 2014
Der Maler des Verborgenen - John Vermeulen
John Vermeulen erzählt wieder wunderbar. Diesmal beschreibt er das Leben von Leonardo da Vinci, den man, wenn man das Buch gelesen hat, nur als großes, vielschichtiges Genie erkennen kann. Man erfährt von Leonardo´s Kindheit, der Lehre in Florenz, seinen großen Arbeiten für die Fürsten Medici und Borgia. Er war auch kein Liebhaber der Kirche, seine Liebe galt dem Fortschritt, der Wissenschaft, dem Neuen! Großartig!
Ich bedaure es sehr, den Schriftsteller John Vermeulen nicht mehr unter uns zu haben!
Ich bedaure es sehr, den Schriftsteller John Vermeulen nicht mehr unter uns zu haben!
11. Mai 2013
Der alte König in seinem Exil - Arno Geiger
Sehr berührend, einfach und lebensnah beschreibt uns Arno Geiger die Krankheit "Demenz" in seinem Buch. Durch die eigenen Erfahrungen mit seinem Vater, den er lange Zeit mit dieser Krankheit begleitet, gibt er uns besonders schöne Texte mit, die er durch Gespräche mit seinem Vater festhält.
Ein großes Danke an Arno Geiger.
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Bewertung: 9 von 10
Ein großes Danke an Arno Geiger.
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Bewertung: 9 von 10
13. März 2013
Die Farben der Grausamkeit - Joseph Zoderer
Mit atmosphärischer Dichte und poetischer Klarheit erzählt Joseph Zoderer in seinem Roman eine Geschichte von den Möglichkeiten der Liebe und den Wunden, die sie schlägt, von der Sehnsucht, mehr als ein Leben zu haben, und vom Weg eines Mannes zu sich selbst.
Mich hat dieses Buch fesseln können, besonders mit der ehrlichen Offenheit des Protagonisten und ich mochte die Schreibkunst des Autors.
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Bewertung: 8 von 10
Mich hat dieses Buch fesseln können, besonders mit der ehrlichen Offenheit des Protagonisten und ich mochte die Schreibkunst des Autors.
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Bewertung: 8 von 10
21. November 2012
Der Hase mit den Bernsteinaugen - Edmund de Waal
- ich stocke, und halte inne. Ich weis nicht mehr, ist es
ein Buch über meine Familie, über Erinnerungen, über mich, oder immer noch ein
Buch über kleine japanische Sachen.
Dieses Buch ist ein Genuss, in Richtung Kunst ist es etwas Unbekanntes,
Neues für mich und damit verbunden eine sehr interessante jüdische
Familiengeschichte, die Edmund de Waal, ein Nachkomme, sehr berührend hier
wiedergibt.
Erzählt wird hier von der Bankiersfamilie Ephrussi, mit Beginn des 19.
Jahrhundert in Paris. In dieser Familie lebte auch Charles Ephrussi, ein
Kunsthistoriker der in den 1870er Jahren die Netsuke erwarb. Und begleitend mit
den Netsuke, erleben wir den Reichtum und den Einfluss der Familie Ephrussi bis
nach Wien, mit dem prunkvollen
Ringstraßenpalais. Hier entstand eine private
Ansammlung von Büchern und Kunstschätzen, dessen Verlauf man so nah miterleben
kann.
Und genau durch die Art der Erzählungen, Beschreibungen und
eigenen dargestellten Gefühle des Autors, ist eine wunderbare Verschmelzung zur
Familie Ephrussi und jeder einzelnen Person der Familie möglich geworden. Ich
bin sehr beeindruckt.
Der Anschluss an Deutschland ist nicht mehr abwendbar und
Hitler hebt seine Hand zum Gruß. Das Vermögen wird „arisiert“ man steht vor dem
Nichts. Viktor, Emmy und Rudolf müssen zusehen wie im Wiener Palais die
Bibliothek und Kunstwerke, „genommen“ werden, wie ihr bisheriges Leben einfach
zerrissen wird.
264 Netsuke, japanische Miniaturschnitzereien aus Holz und
Elfenbein, fallen der „Arisierung“ nicht zum Opfer, durch Anna, sie war immer
im Hause Ephrussi tätig. Die Gestapo meinte sie solle sich nützlich machen, die
Besitztümer der früheren Bewohner aussortieren. Anna kann man es also
verdanken, dass die Netsuke ihr Dasein weiterhin in der Ephrussi-Familie
weiterführen können. Vom 2. Weltkrieg bis zur heutigen Bleibe, kommt aber noch eine lange Reise auf die Netsuke zu.
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Bewertung 8 von 10
Bewertung 8 von 10
13. September 2012
Abschied von Sidonie - Erich Hackl
Dieses Buch zu lesen, das tat schlussendlich so sehr weh, da dachte ich - vielleicht fällt es einem doch einfacher nicht alles zu wissen - aber so etwas darf einfach nicht mehr passieren, niemals, also doch lesen und wissen!
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Bewertung 10 von 10
29. August 2012
Blaue Stunden - Joan Didion
Man liest hier über die Auseinandersetzung mit dem Tod ihrer Tochter Quintana. Ganz etwas persönliches, das sie versucht hier in Worte zu fassen. Joan Didion schreibt auch über das Altern, Vergänglichkeit, Abschiede - was das Leben doch alles mit sich bringt.
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Bewertung: keine
5. Februar 2012
Der Fall Collini - Ferdinand von Schirach
Kurz, spannend, sehr lesenswert!!
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Bewertung 7 von 10
So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein! - Christoph Schlingensief
Sterben sollte immer ein Thema im Leben sein. Den Schmerz jemanden zu verlieren wird man nicht dadurch lindern können, auch wenn man viel darüber liest, aber man kann lernen zu verstehen, dass es ein Teil des Lebens ist.
12. August 2011
Die Pfeiler des Glaubens - Ildefonso Falcones
So wie sein erstes Buch "Die Kathedrale des Meeres" gehört auch dieses Werk in das Bücherregal. Es ist wieder ein Meisterwerk für die Historie, und das für Alle! Es ist eine faszinierende europäische Geschichte vom Aufstand der spanischen Muslime im 16. Jahrhundert bis zu ihrer Vertreibung durch das Christentum.
"Sein ganzes Leben lang war er dem Streit zwischen Christen und Muslimen machtlos ausgeliefert gewesen. Er war der Sohn eines christlichen Geistlichen, der eine Moriskin geschändet hatte. Als Junge wollten ihn die Muslime in Juviles umbringen, weil sie ihn für einen Christen hielten, und nur wenig später ernannte ihn König Aben Humeya zum Hüter des Schatzes seiner Glaubensbrüder. Kurz darauf wurd er als Christ versklavt, und er sah sich gezwungen, seine Religion zu verleugnen, um nicht als Gespiele des Korsarenanführers Barrax zu enden. In Córdoba arbeitete er als Christ getarnt für das Domkapitel und fertigte dabei unzählige Abschriften des Korans an, die Inquisition forderte vorn ihm, Karims Folter und Tod mit anzusehen, und jetzt - da er dieses merkwürdige, verblüffende Barnabas-Evangelium gefunden hatte - stellte sich ihm schon wieder die Kirche in den Weg und nötigte ihn zu einer erneuten Zusammenarbeit. Dabei wusste er genau, wer sein Gott war: der Einzige, der Barmherzige..."
Ildefonso Falcones erzählt eine ergreifende Geschichte über Liebe und Hass, Glaube und Versöhnung, verlorene Träume und Hoffnung. Man kann sich oft nicht vorstellen wozu der Mensch fähig ist, unglaublich und erschreckend.
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Bewertung 9 von 10
"Sein ganzes Leben lang war er dem Streit zwischen Christen und Muslimen machtlos ausgeliefert gewesen. Er war der Sohn eines christlichen Geistlichen, der eine Moriskin geschändet hatte. Als Junge wollten ihn die Muslime in Juviles umbringen, weil sie ihn für einen Christen hielten, und nur wenig später ernannte ihn König Aben Humeya zum Hüter des Schatzes seiner Glaubensbrüder. Kurz darauf wurd er als Christ versklavt, und er sah sich gezwungen, seine Religion zu verleugnen, um nicht als Gespiele des Korsarenanführers Barrax zu enden. In Córdoba arbeitete er als Christ getarnt für das Domkapitel und fertigte dabei unzählige Abschriften des Korans an, die Inquisition forderte vorn ihm, Karims Folter und Tod mit anzusehen, und jetzt - da er dieses merkwürdige, verblüffende Barnabas-Evangelium gefunden hatte - stellte sich ihm schon wieder die Kirche in den Weg und nötigte ihn zu einer erneuten Zusammenarbeit. Dabei wusste er genau, wer sein Gott war: der Einzige, der Barmherzige..."
Ildefonso Falcones erzählt eine ergreifende Geschichte über Liebe und Hass, Glaube und Versöhnung, verlorene Träume und Hoffnung. Man kann sich oft nicht vorstellen wozu der Mensch fähig ist, unglaublich und erschreckend.
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Bewertung 9 von 10
7. Juli 2011
Bevor ich schlafen kann - Monika Helfer
Zuerst besiegst du den Krebs,und kurz darauf bekennt sich der langjährige Ehemann zur Homosexualität!Wie man da wieder Hoffnung zum Leben finden kann, das erzählt uns Monika Helfer in ihrem kurzen, empfehlenswerten Roman.
"Wo gibt es für mich einen Mann, den ich lieben kann? Mir genügt es, wenn er mich mag. Ich lasse ihn in der Nach auch wieder gehen, wenn er will. Männer in seinem Alter wollen allein schlafen. Sag ihm, ich verstehe das."
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Bewertung 6 von 10
"Wo gibt es für mich einen Mann, den ich lieben kann? Mir genügt es, wenn er mich mag. Ich lasse ihn in der Nach auch wieder gehen, wenn er will. Männer in seinem Alter wollen allein schlafen. Sag ihm, ich verstehe das."
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Bewertung 6 von 10
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