Eines Vorweg: Der erste Daniel Käfer Roman „Die Villen der Frau Hürsch“, ist Komarek am besten gelungen. Schon sein darauf folgender Roman „die Schattenuhr“ konnte da nicht wirklich mithalten. Trotzdem, wenn man mit Daniel Käfers Geschichte begonnen hat, möchte man doch am laufenden bleiben.
Sehr schön und interessant zu lesen sind wieder die geschichtlichen Hintergründe, die nett dargestellten Traditionen und die Beschreibungen des Ausseerlandes.
Beim Faschingstreiben gibt es die außergewöhnlichen Narrenkleider wie die Flinserl, Trommelweiber oder auch die Ebenseer Fetzen. Hört sich so richtig urig an.
Auf jeden Fall lernt Daniel Käfer wieder einige Menschen mit geheimnisvollen Lebensgeschichten kennen. Und diesmal in der liebevollen Begleitung seiner Freundin, der Fotografin Sabine, die bei diesem ganzen Faschingstreiben auch nicht aus dem Staunen heraus kommt.
Ich werde auch den nächsten Roman lesen, in der Hoffnung, dass es noch mal so eine ergreifende Geschichte wird, wie die der „Die Villen der Frau Hürsch“.
_________________
Bewertung 5 von 10
25. November 2006
19. November 2006
Stille - Tim Parks
Was mir an diesem Roman gefallen hat ist, wie gut und interessant Tom Parks das Seelenleben des Protagonisten Harold Cleaver dargestellt hat. Harold Cleaver´s Gedanken, ständig wechselnd in der Zeit, den Stimmen und den Themen. Cleaver ein, jeden Tag im Rampenlicht arbeitender Journalist, Talkshow-Master und Doku-Filmemacher, wünscht sich von Heute auf Morgen, Stille! Doch auch wenn man von England nach Tirol verschwindet, sich in eine abgelegene Hütte verkriecht, lässt sich das bisher er- und gelebte Leben, im Kopf nicht einfach löschen. Alles wird, gerade in dieser Stille, in Frage gestellt. Und in Cleaver´s bisherig turbulenter Familien- und Arbeitswelt, nimmt das anscheinend kein Ende.
___________________
Bewertung: 6,5 von 10
___________________
Bewertung: 6,5 von 10
26. Oktober 2006
Der kaukasische Gefangene - Wladimir Makanin
In jedem seiner Bücher findet man dieses graue Bild der russischen Großmacht. Doch einfach faszinierend finde ich Wladimir Makanins schonungslosen Realismus, der mich bis jetzt noch immer an seinen Büchern gefesselt und berührt hat. Es ist so tragisch in welchen Umständen die Menschen in Russland heute noch leben müssen. Die Hoffnung auf Besserung für die nahe Zukunft, scheint wohl ebenfalls vergebens.
In diesem Buch werden drei Geschichten erzählt.
Der kaukasische Gefangene, Der Buchstabe „A“ und Eine geglückte Liebesgeschichte.
Krieg, Gefangenschaft und Liebe, alle diese Themen werden auf eine dramatische Weise dargestellt. W. Makanin beschreibt erschreckend deutlich, wozu Menschen fähig sind.
Wie immer, wunderbar geschrieben.
__________________
Bewertung: 6,5 von 10
In diesem Buch werden drei Geschichten erzählt.
Der kaukasische Gefangene, Der Buchstabe „A“ und Eine geglückte Liebesgeschichte.
Krieg, Gefangenschaft und Liebe, alle diese Themen werden auf eine dramatische Weise dargestellt. W. Makanin beschreibt erschreckend deutlich, wozu Menschen fähig sind.
Wie immer, wunderbar geschrieben.
__________________
Bewertung: 6,5 von 10
17. Oktober 2006
Die Vermessung der Welt - Daniel Kehlmann
Dieses Buch „liegt einem einfach gut in der Hand“.
Die “Vermessung“ des Lebens und Wirkens des berühmten Mathematikers Gauß und des Weltvermessers Humboldt, könnte nicht besser gelungen sein. Wie diese zwei Männer ihr Leben gestaltet und gemeistert haben, ist von Kehlmann unterhaltsam, humorvoll und intelligent dargestellt. Wie toll und interessant Geschichte „gelesen“ werden kann, das zeigt uns Kehlmann in seinem neuen Buch. Man braucht zu diesem Buch nicht viel zu sagen, man sollte es einfach lesen! Wunderbar !
________________
Bewertung 8,5 von 10
Die “Vermessung“ des Lebens und Wirkens des berühmten Mathematikers Gauß und des Weltvermessers Humboldt, könnte nicht besser gelungen sein. Wie diese zwei Männer ihr Leben gestaltet und gemeistert haben, ist von Kehlmann unterhaltsam, humorvoll und intelligent dargestellt. Wie toll und interessant Geschichte „gelesen“ werden kann, das zeigt uns Kehlmann in seinem neuen Buch. Man braucht zu diesem Buch nicht viel zu sagen, man sollte es einfach lesen! Wunderbar !
________________
Bewertung 8,5 von 10
10. Oktober 2006
Von der Schönheit - Zadie Smith
Dieser Roman zeigt einen zeitlich begrenzten Abschnitt aus dem Leben einer Familie aus Boston. Die Schriftstellerin Zahir Smith, lässt uns das Alltagsleben des Professor Mr. Belsey, sein Familienleben und seine Arbeitswelt miterleben. Jede Person der Familie bekommt in diesem Buch die Möglichkeit sein Verhältnis zur Familie, seine Probleme, Interessen und Pläne für die Zukunft darzustellen. Diese Personen sind Mr. Belsey, dessen Frau und die drei Kinder Zora, Levi und Jerome. Die Kinder studieren, gehen zur Schule und Mrs. Belsey ist die Frau die alles in Schwung hält. Es wird geliebt, gelogen und betrogen, gestritten und oft verzweifelt. Es passiert viel unverhofftes, eben so, wie das Leben spielt.
Ein mühsames Leben, bei dem sich die Frage stellt, ob es Hoffnung auf Besserung geben kann ?
_________________
Bewertung: 5,5 von 10
Ein mühsames Leben, bei dem sich die Frage stellt, ob es Hoffnung auf Besserung geben kann ?
_________________
Bewertung: 5,5 von 10
18. September 2006
Höhenrausch - Ildikó von Kürthy
„Liebe! Romantik! Ein supertolles Buch!“ Harald Schmidt
Wegen diesem Kommentar am Buchrücken, habe ich dieses Buch gekauft und ich kann nur sagen, die Beschreibung trifft zu.
Eine Geschichte die auch als Drama dargestellt werden könnte, ist in diesem Buch realistisch, lustig und sehr amüsant erzählt.
Wie geht es einer Frau, die mit 35 Jahren in Beziehungsprobleme stolpert ? Daraufhin ihre Wohnung mit einem Unbekannten aus Berlin, für einige Zeit tauscht, um von ihrem Alltag Abstand zu bekommen. In dieser Stadt niemanden kennt und dann durch Zufall einen liebenswerten, etwas hektischen Mann, der aber Männer liebt, kennen lernt. Und dann steht der „Neue Nachbar“, ein attraktiver 40jähriger Businessman, mit der Bitte um Kaffee, in der Wohnungstür ?
Das Leben dieser Frau stellt uns Themen, Situationen, Gefühle und Gedanken dar, von denen auch wir schon über Einige in unserem Leben zum schmunzeln und nachdenken gebracht wurden.
Wie viel Lustiges, und Schönes eine Frau im besten Alter, in einer fremden Stadt erleben kann, darf man mit Humor und Spannung in diesem Roman miterleben.
___________________
Bewertung: 7,5 von 10
Wegen diesem Kommentar am Buchrücken, habe ich dieses Buch gekauft und ich kann nur sagen, die Beschreibung trifft zu.
Eine Geschichte die auch als Drama dargestellt werden könnte, ist in diesem Buch realistisch, lustig und sehr amüsant erzählt.
Wie geht es einer Frau, die mit 35 Jahren in Beziehungsprobleme stolpert ? Daraufhin ihre Wohnung mit einem Unbekannten aus Berlin, für einige Zeit tauscht, um von ihrem Alltag Abstand zu bekommen. In dieser Stadt niemanden kennt und dann durch Zufall einen liebenswerten, etwas hektischen Mann, der aber Männer liebt, kennen lernt. Und dann steht der „Neue Nachbar“, ein attraktiver 40jähriger Businessman, mit der Bitte um Kaffee, in der Wohnungstür ?
Das Leben dieser Frau stellt uns Themen, Situationen, Gefühle und Gedanken dar, von denen auch wir schon über Einige in unserem Leben zum schmunzeln und nachdenken gebracht wurden.
Wie viel Lustiges, und Schönes eine Frau im besten Alter, in einer fremden Stadt erleben kann, darf man mit Humor und Spannung in diesem Roman miterleben.
___________________
Bewertung: 7,5 von 10
15. September 2006
Jedermann - Philip Roth
Die Geschichte in diesem Buch will uns im Allgemeinen mitteilen, dass jeder im Leben seine Last zu tragen hat. Im Detail geht es um die Lebensgeschichte eines Mannes und wie er mit seiner „Last“ umgeht. Und die „Last“ heißt: Angst vor dem Tod und Angst vor dem unerträglich-alleine-sein im Alter. Diese Ängste verfolgen den Protagonisten von Kindheit an, in der er die Erste seiner vielen noch folgenden Krankheiten hat.
Doch je älter er wird, desto beängstigender wird der Gedanke, was noch alles bevorstehen könnte: die Abhängigkeit, die Hilflosigkeit, die Isolation und wieder die Angst. Und nicht zu vergessen, die Manneskraft die auch nicht bis in alle Ewigkeit erhalten bleiben wird.
Welche Ängste hat ein Mann noch, der drei Ehen hinter sich hat, und schlussendlich dann doch Alleine da steht?
Nach dem ich auch sein Buch „Der menschliche Makel“ gelesen habe, waren meine Erwartungen sehr groß. Und wieder mal mein Fazit daraus, man sollte keine Erwartungen haben, denn dann ist die Enttäuschung nicht so groß.
Nachfolgend eine Amazon Rezension, der ich mich voll und ganz anschließen muss !!
Ich verstehe nicht, warum so ein mediokrer Schriftsteller derart hoch geehrt wird. Es ist alles Mittelmaß an diesem Buch. Die Weisheiten, die in dem Buch enthalten sind, lassen sich mühelos auf eine einzige Buchseite vereinen. Zugegeben es gibt sie, aber eben nur eingestreute Sandkörner in einem Haufen literarischem Mist. Es tut mir leid, so viel Geld für diese extragroß gedruckte aufgeblähte Broschüre ausgegeben zu haben.
________________
Bewertung: 1 von 10
Doch je älter er wird, desto beängstigender wird der Gedanke, was noch alles bevorstehen könnte: die Abhängigkeit, die Hilflosigkeit, die Isolation und wieder die Angst. Und nicht zu vergessen, die Manneskraft die auch nicht bis in alle Ewigkeit erhalten bleiben wird.
Welche Ängste hat ein Mann noch, der drei Ehen hinter sich hat, und schlussendlich dann doch Alleine da steht?
Nach dem ich auch sein Buch „Der menschliche Makel“ gelesen habe, waren meine Erwartungen sehr groß. Und wieder mal mein Fazit daraus, man sollte keine Erwartungen haben, denn dann ist die Enttäuschung nicht so groß.
Nachfolgend eine Amazon Rezension, der ich mich voll und ganz anschließen muss !!
Ich verstehe nicht, warum so ein mediokrer Schriftsteller derart hoch geehrt wird. Es ist alles Mittelmaß an diesem Buch. Die Weisheiten, die in dem Buch enthalten sind, lassen sich mühelos auf eine einzige Buchseite vereinen. Zugegeben es gibt sie, aber eben nur eingestreute Sandkörner in einem Haufen literarischem Mist. Es tut mir leid, so viel Geld für diese extragroß gedruckte aufgeblähte Broschüre ausgegeben zu haben.
________________
Bewertung: 1 von 10
11. September 2006
Das Wetter vor 15 Jahren - Wolf Haas
Das Wolf Haas bis jetzt immer Krimis geschrieben hat, und dieses Buch nun sein erster Liebesroman ist, lässt sich nicht verbergen. Die Idee, die den Autor zu dieser Liebesgeschichte veranlasst hat, ist wirklich „anders“ und gut, finde ich. Aber im Hintergrund ist immer ein „krimineller touch“ zu finden.
Das besondere an diesem Roman, ist ja eigentlich wie die Geschichte erzählt wird. Und zwar in einem Dialog, einem Gespräch zwischen Wolf Haas und einer Frau, die eine Literaturbeilage für eine ….Tageszeitung schreibt.
Wolf Haas erzählt seine Liebesgeschichte während er dieser Frau Fragen beantwortet. Beginnend mit der Entstehung der Idee zu diesem Buch über die Kontakte zu einigen Romanfiguren und welche Gedanken er während der Überarbeitung des Textes hatte.
Die Grundidee, ein Buch in dieser Art zu schreiben, sollte das Weglassen von zusätzlichen Seiten von Beschreibungen einer Geschichte sein, die ein Buch oft stellenweise uninteressant werden lassen. Und das versucht Wolf Haas nun, durch diesen Dialog, zu vermeiden. Teilweise passiert ihm aber dasselbe mit einigen Dialogen, die sich mit einem Thema in die Länge ziehen. Ob er das absichtlich so geschrieben hat? Wer weis.
Es ist auf jeden Fall ein gelungenes Buch. Obwohl ich es am Ende nicht einen „Liebesroman“ nennen würde. Dafür liegt beim Lesen zu wenig „Liebe“ in der Luft.
Doch lesen Sie selbst wie ein Mann aus dem Ruhrgebiet, nach 15 Jahren das Urlaubsziel seiner Jugend, in Österreich, wieder besucht. Und warum er von diesem Ort das Wetter eines jeden Tages dieser letzten 15 Jahre, auswendig kennt.
__________________
Bewertung: 6,5 von 10
Das besondere an diesem Roman, ist ja eigentlich wie die Geschichte erzählt wird. Und zwar in einem Dialog, einem Gespräch zwischen Wolf Haas und einer Frau, die eine Literaturbeilage für eine ….Tageszeitung schreibt.
Wolf Haas erzählt seine Liebesgeschichte während er dieser Frau Fragen beantwortet. Beginnend mit der Entstehung der Idee zu diesem Buch über die Kontakte zu einigen Romanfiguren und welche Gedanken er während der Überarbeitung des Textes hatte.
Die Grundidee, ein Buch in dieser Art zu schreiben, sollte das Weglassen von zusätzlichen Seiten von Beschreibungen einer Geschichte sein, die ein Buch oft stellenweise uninteressant werden lassen. Und das versucht Wolf Haas nun, durch diesen Dialog, zu vermeiden. Teilweise passiert ihm aber dasselbe mit einigen Dialogen, die sich mit einem Thema in die Länge ziehen. Ob er das absichtlich so geschrieben hat? Wer weis.
Es ist auf jeden Fall ein gelungenes Buch. Obwohl ich es am Ende nicht einen „Liebesroman“ nennen würde. Dafür liegt beim Lesen zu wenig „Liebe“ in der Luft.
Doch lesen Sie selbst wie ein Mann aus dem Ruhrgebiet, nach 15 Jahren das Urlaubsziel seiner Jugend, in Österreich, wieder besucht. Und warum er von diesem Ort das Wetter eines jeden Tages dieser letzten 15 Jahre, auswendig kennt.
__________________
Bewertung: 6,5 von 10
3. September 2006
Jenseits von Afrika - Tania Blixen
Hat man den Filmklassiker mit Maryl Streep, Robert Redford und Klaus Maria Brandauer bereits gesehen, so findet man aber, nach dem man das Buch gelesen hat, heraus, dass der Roman die schönste Liebesgeschichte über das Land Afrika ist.
Genauso wie der Film, ist auch das Buch ein Kunstwerk.
Der Roman stellt das Drama der Liebe zu Afrika und den dazugehörigen Stämmen, und deren Leben dar.
Tania Blixen wurde 1885 in Kopenhagen geboren. Sie heiratet, und versucht 1914 mit Ihrem Mann eine Existenz auf einer Kaffeeplantage in Kenia aufzubauen.
Nach der Scheidung versucht sie alleine ihre 6000 Morgen Land, davon 600 Morgen Kaffeeplantage zu verwalten. Doch die Farm liegt im Hochland und es wird immer schwieriger alleine vom Kaffeeanbau zu leben.
Durch Ihre 17 Jahre, die sie dort gelebt, und gearbeitet hat, kann sie uns diese wundervolle und interessante Welt Afrikas so irrsinnig nahe bringen.
Sie schreibt fesselnd, aber nicht dramatisch oder sehr berührend. Sie schreibt einfach richtig gut. Es ist als würde man jede Geschichte die sie erzählt, am jeweiligen Schauplatz in Kenia direkt miterleben. Man gewinnt einen tollen Einblick in das Leben der verschiedenen Stämme, die auf den 6000 Morgen Land leben, den Kijuku, Somali oder Massai. Geheimnisvolle Stämme.
Dazu kommen ihre Beschreibungen über das afrikanische Hochland. Natur und Kultur werden durch die Schriftstellerin eine vollkommene Einheit.
________________
Bewertung 8 von 10
Genauso wie der Film, ist auch das Buch ein Kunstwerk.
Der Roman stellt das Drama der Liebe zu Afrika und den dazugehörigen Stämmen, und deren Leben dar.
Tania Blixen wurde 1885 in Kopenhagen geboren. Sie heiratet, und versucht 1914 mit Ihrem Mann eine Existenz auf einer Kaffeeplantage in Kenia aufzubauen.
Nach der Scheidung versucht sie alleine ihre 6000 Morgen Land, davon 600 Morgen Kaffeeplantage zu verwalten. Doch die Farm liegt im Hochland und es wird immer schwieriger alleine vom Kaffeeanbau zu leben.
Durch Ihre 17 Jahre, die sie dort gelebt, und gearbeitet hat, kann sie uns diese wundervolle und interessante Welt Afrikas so irrsinnig nahe bringen.
Sie schreibt fesselnd, aber nicht dramatisch oder sehr berührend. Sie schreibt einfach richtig gut. Es ist als würde man jede Geschichte die sie erzählt, am jeweiligen Schauplatz in Kenia direkt miterleben. Man gewinnt einen tollen Einblick in das Leben der verschiedenen Stämme, die auf den 6000 Morgen Land leben, den Kijuku, Somali oder Massai. Geheimnisvolle Stämme.
Dazu kommen ihre Beschreibungen über das afrikanische Hochland. Natur und Kultur werden durch die Schriftstellerin eine vollkommene Einheit.
________________
Bewertung 8 von 10
23. August 2006
Lanzarote - Michel Houellebecq
Es ist ein unverkennbarer „Houellebecq“.
Es werden alle seine Themen wie, Sex, Religion, Liebesschmerz, angesprochen.
Obwohl er diese Erzählung sehr oberflächlich und ohne Höhepunkt geschrieben hat, gibt er wieder ganz die Dramatik des Lebens an uns weiter. Es ist sehr berührend, wie er die Situation von einem Polizisten beschreibt, dem das wichtigste in seinem Dasein verloren geht. Die Utopie einer Sekte gibt ihm letztlich Halt. Doch er ist nicht der Einzige, der auf Lanzarote Urlaub macht, dessen Inneres so leer ist, wie die Insel selbst.
_________________
Bewertung 6 von 10
Es werden alle seine Themen wie, Sex, Religion, Liebesschmerz, angesprochen.
Obwohl er diese Erzählung sehr oberflächlich und ohne Höhepunkt geschrieben hat, gibt er wieder ganz die Dramatik des Lebens an uns weiter. Es ist sehr berührend, wie er die Situation von einem Polizisten beschreibt, dem das wichtigste in seinem Dasein verloren geht. Die Utopie einer Sekte gibt ihm letztlich Halt. Doch er ist nicht der Einzige, der auf Lanzarote Urlaub macht, dessen Inneres so leer ist, wie die Insel selbst.
_________________
Bewertung 6 von 10
16. August 2006
UC - Helmut Krausser
H. Krausser stellt mit diesem Roman eine tolle Verbindung von Realität und Fiktion dar.
Durch das Leben des Protagonisten, Arndt Hermannstein (ein Dirigent), lässt er uns mit einsteigen in eine andere Welt. Nein, in vielleicht zwei parallel laufende Welten, mit denen Arndt Hermannstein dann zu kämpfen hat. Dabei beginnt ein Ineinanderfließen von Erinnerung und Gegenwart des Dirigenten, in dem ein krimineller Vorfall der Vergangenheit eine wichtige Rolle zu spielen beginnt.
Verwirrend, interessant, spannend. Leider nicht fesselnd bis zum Ende. Schade, wegen der tollen Idee.
Die schlechten Kritiken, die ich gelesen habe, finde ich oft furchtbar übertrieben.
________________
Bewertung 6 von 10
Durch das Leben des Protagonisten, Arndt Hermannstein (ein Dirigent), lässt er uns mit einsteigen in eine andere Welt. Nein, in vielleicht zwei parallel laufende Welten, mit denen Arndt Hermannstein dann zu kämpfen hat. Dabei beginnt ein Ineinanderfließen von Erinnerung und Gegenwart des Dirigenten, in dem ein krimineller Vorfall der Vergangenheit eine wichtige Rolle zu spielen beginnt.
Verwirrend, interessant, spannend. Leider nicht fesselnd bis zum Ende. Schade, wegen der tollen Idee.
Die schlechten Kritiken, die ich gelesen habe, finde ich oft furchtbar übertrieben.
________________
Bewertung 6 von 10
9. Juli 2006
Die schöne Aussicht - Renate Welsh
Dieser Roman ist eine berührende Lebensgeschichte einer Frau aus Wien. In Ihrem Leben genügte es nicht, dass Ihre Eltern Sie nicht mochten, Sie nicht wollten, Sie gefühlskalt herumkommandiert wurde, Nein, es sollte sich auch noch ein Teil davon in der Zeit des grauenvollen 2. Weltkrieges abspielen.
Rosa, die Protagonistin, zeigt uns durch ihr Leben, das mit Leid, Trauer, Wut und Selbstzweifel durchzogen ist, wie sehr man es doch schätzen sollte, in einer harmonischen Familie aufwachsen zu dürfen und nicht direkt mit Krieg konfrontiert zu sein. Krieg, dass heißt Hunger, Krankheit, Tote, Kälte, Verrat, Lüge, Demütigung.
Doch kann Rosa dann Augenblicke des Glückes empfinden als Sie Josef kennen lernt ? Und kann er Ihr helfen, aus Ihrer Familie zu entkommen ?
Von Außen lässt Rosa keinen in sich hinein sehen, Sie zeigt sich ruhig, mit wenig Gefühl und schweigend. Wie kommt Rosa nun innerlich mit Ihrem Umfeld klar, was verbirgt sich in Ihrer Gedankenwelt ?
Ein wundervolles, interessantes Buch von Renate Welsh. Besser kann Geschichte nicht dargestellt werden. ...
_________________
Bewertung: 9 von 10
Rosa, die Protagonistin, zeigt uns durch ihr Leben, das mit Leid, Trauer, Wut und Selbstzweifel durchzogen ist, wie sehr man es doch schätzen sollte, in einer harmonischen Familie aufwachsen zu dürfen und nicht direkt mit Krieg konfrontiert zu sein. Krieg, dass heißt Hunger, Krankheit, Tote, Kälte, Verrat, Lüge, Demütigung.
Doch kann Rosa dann Augenblicke des Glückes empfinden als Sie Josef kennen lernt ? Und kann er Ihr helfen, aus Ihrer Familie zu entkommen ?
Von Außen lässt Rosa keinen in sich hinein sehen, Sie zeigt sich ruhig, mit wenig Gefühl und schweigend. Wie kommt Rosa nun innerlich mit Ihrem Umfeld klar, was verbirgt sich in Ihrer Gedankenwelt ?
Ein wundervolles, interessantes Buch von Renate Welsh. Besser kann Geschichte nicht dargestellt werden. ...
_________________
Bewertung: 9 von 10
4. Juli 2006
Der blinde Masseur - Catalin Dorian Florescu
An diesem Buch hat mir sofort die Dichte des Inhalts gefallen. Catalin Dorian Florescu, der Schriftsteller hat schon nach ein paar Seiten eine große Fülle entstehen lassen, und das hält bis zum Ende des Buches an.
Die Geschichte handelt von einem jungen Mann, der nun in der Schweiz lebt und das Verlangen hat, wieder in seine Heimat Rumänien, aus der er geflohen ist, zurückzukehren. Obwohl er es geschafft hat, in der Schweiz ein angenehmes Leben zu führen, gibt es in der Vergangenheit anscheinend noch Fragen, die unbedingt geklärt werden müssen. Das ständige Nachdenken und Grübeln, verhindert ein unbeschwertes Leben in der neuen Welt. Immer dieser Zweifel, ob es denn richtig war zu fliehen ? Der Entschluss steht fest, und die Reise in die Vergangenheit kann beginnen.
In diesem Roman lernt man das Land Rumänien kennen, und die Sehnsüchte der dort lebenden Menschen. Wovon Sie träumen und, dass Gewalt, Skrupel und Betrug allgegenwärtig sind.
C.D. Florescu lässt in diesem Buch viele interessante Bilder von Rumänien entstehen.
___________________
Bewertung: 6 von 10
Die Geschichte handelt von einem jungen Mann, der nun in der Schweiz lebt und das Verlangen hat, wieder in seine Heimat Rumänien, aus der er geflohen ist, zurückzukehren. Obwohl er es geschafft hat, in der Schweiz ein angenehmes Leben zu führen, gibt es in der Vergangenheit anscheinend noch Fragen, die unbedingt geklärt werden müssen. Das ständige Nachdenken und Grübeln, verhindert ein unbeschwertes Leben in der neuen Welt. Immer dieser Zweifel, ob es denn richtig war zu fliehen ? Der Entschluss steht fest, und die Reise in die Vergangenheit kann beginnen.
In diesem Roman lernt man das Land Rumänien kennen, und die Sehnsüchte der dort lebenden Menschen. Wovon Sie träumen und, dass Gewalt, Skrupel und Betrug allgegenwärtig sind.
C.D. Florescu lässt in diesem Buch viele interessante Bilder von Rumänien entstehen.
___________________
Bewertung: 6 von 10
3. Juni 2006
Attentat - Amélie Nothomb
Amélie Nothomb schreibt in diesem Buch über eine Liebe, die nur einer der beiden Protagonisten für den anderen empfindet. Und ob es durch Intelligenz alleine möglich ist, auch die Liebe des Geliebten entflammen zu können.
Noch dazu wurde dem Liebenden keine Schönheit mit ins Leben gegeben. Eigentlich ist er richtig hässlich. Aber an Selbstbewusstsein mangelt es ihm überhaupt nicht.
Ob es nun doch möglich ist, dass sich die beste Freundin in den besten Freund verliebt, könnt ihr schon nach nur 194 Seiten erfahren.
Die Geschichte spricht auch Themen an wie, die Ästhetik, Masochismus, die Ausgrenzung von Menschen durch ihr Aussehen, wie sich die Persönlichkeit eines Menschen, in einem missratenem Körper einrichtet und vieles mehr.
Sehr deutlich wird gezeigt, wie schmerzhaft die "wahre Liebe" ist und zu welchen Handlungen es den Leidenden bringen kann.
_________________
Bewertung 4,5 von 10
Noch dazu wurde dem Liebenden keine Schönheit mit ins Leben gegeben. Eigentlich ist er richtig hässlich. Aber an Selbstbewusstsein mangelt es ihm überhaupt nicht.
Ob es nun doch möglich ist, dass sich die beste Freundin in den besten Freund verliebt, könnt ihr schon nach nur 194 Seiten erfahren.
Die Geschichte spricht auch Themen an wie, die Ästhetik, Masochismus, die Ausgrenzung von Menschen durch ihr Aussehen, wie sich die Persönlichkeit eines Menschen, in einem missratenem Körper einrichtet und vieles mehr.
Sehr deutlich wird gezeigt, wie schmerzhaft die "wahre Liebe" ist und zu welchen Handlungen es den Leidenden bringen kann.
_________________
Bewertung 4,5 von 10
28. Mai 2006
Die Elster auf dem Galgen - John Vermeulen
John Vermeulen schreibt wieder wunderbar über die Lebensgeschichte eines Künstlers des 16. Jahrhunderts, diesmal über den niederländischen Maler Pieter Bruegel. Schon wie in seinen beiden anderen Büchern, zeigt Vermeulen auch in diesem Roman die Ungerechtigkeit und Kontrolle der Bevölkerung durch die Herrschaft der Kirche, im 16. Jahrhundert. Diese unvorstellbar schreckliche und unmenschliche Zeit wird von Vermeulen ein weiteres mal sehr plastisch dargestellt. Er zeigt, dass ein Menschenleben in diesem Jahrhundert überhaupt keinen Wert hatte, solange es nicht adelig oder kirchlich war. Mord, Folter, Vergewaltigung, Verstümmelung, Häuser und Ernten verbrennen, Abgaben an die Kirche trotz Hunger, Not und Kälte. Als wäre die katholische Kirche nicht schon Strafe genug, so werden die Niederlande auch noch durch die Herrschaft der Spanier gequält.
Der Roman ist vom Beginn bis zur letzten Seite sehr spannend, interessant und voller, schrecklicher Überraschungen.
Als kleiner Junge sieht Pieter mit an, wie man zwei Ketzer erhängt. Ohne darüber nachzudenken, macht er eine Skizze vom Galgen. Doch schon dafür, hätte er auch als Kind, als Strafe selbst dort hängen können. Seine fesselnde Leidenschaft die Ihn zum Malen zwingt, bringt Ihn oftmals in eine lebensgefährliche Lage. Obwohl ihm der Bischof Granvelle das Leben zu Hölle macht, ist der kunstinteressiert Bischof auch Pieters Schutz vor dem Ketzertod.
__________________
Bewertung: 9 von 10
Der Roman ist vom Beginn bis zur letzten Seite sehr spannend, interessant und voller, schrecklicher Überraschungen.
Als kleiner Junge sieht Pieter mit an, wie man zwei Ketzer erhängt. Ohne darüber nachzudenken, macht er eine Skizze vom Galgen. Doch schon dafür, hätte er auch als Kind, als Strafe selbst dort hängen können. Seine fesselnde Leidenschaft die Ihn zum Malen zwingt, bringt Ihn oftmals in eine lebensgefährliche Lage. Obwohl ihm der Bischof Granvelle das Leben zu Hölle macht, ist der kunstinteressiert Bischof auch Pieters Schutz vor dem Ketzertod.
__________________
Bewertung: 9 von 10
18. Mai 2006
Im Krieg und in der Liebe -Anna Tyler
Anne Tyler erzählt in Ihrem Roman die Lebensgeschichte eines Ehepaares (von den 50er Jahren bis Ende des 20. Jahrhunderts), vom Kennen lernen in ihrer unbekümmerten Jugend, von den Umstellungen und Anpassungen in die „Neue Zeit“ und die alltäglichen Bemühungen und Kompromisse die eine Ehe nach sich zieht, die sie so eigentlich Beide niemals wollten ?!
Es ist die realistische Darstellung zweier Menschen, die versuchen ein gemeinsames Leben zu meistern. Auch wenn andauernd gestritten wird, Meinungsverschiedenheiten an der Tagesordnung sind, wird dennoch immer versucht, es mit einem lachenden Auge zu sehen. In jedem Fall ist Abends beim gemeinsamen Schlafen gehen, alles wieder vergessen.
Im Roman wird immer abwechselnd aus Sicht des Ehemannes und aus Sicht der Ehefrau erzählt. Daraus kann der Leser sehr gut erkennen und verstehen, wie jeder Einzelne das Zusammensein auf seine Art und Weise empfindet. Der Leser fühlt und Lebt mit den Protagonisten, was ein großes Kompliment an die Authorin darstellt.
Michael und Pauline, jeder in der Nachbarschaft könnte erzählen, wie sie sich kennen gelernt haben…so beginnen die ersten Zeilen in diesem Roman, aber was man in 30 Jahren Ehe mit drei Kindern alles noch durchlebt, das können Nachbarn nicht wissen … der Leser aber sehr wohl.
__________________
Bewertung 6 von 10
Es ist die realistische Darstellung zweier Menschen, die versuchen ein gemeinsames Leben zu meistern. Auch wenn andauernd gestritten wird, Meinungsverschiedenheiten an der Tagesordnung sind, wird dennoch immer versucht, es mit einem lachenden Auge zu sehen. In jedem Fall ist Abends beim gemeinsamen Schlafen gehen, alles wieder vergessen.
Im Roman wird immer abwechselnd aus Sicht des Ehemannes und aus Sicht der Ehefrau erzählt. Daraus kann der Leser sehr gut erkennen und verstehen, wie jeder Einzelne das Zusammensein auf seine Art und Weise empfindet. Der Leser fühlt und Lebt mit den Protagonisten, was ein großes Kompliment an die Authorin darstellt.
Michael und Pauline, jeder in der Nachbarschaft könnte erzählen, wie sie sich kennen gelernt haben…so beginnen die ersten Zeilen in diesem Roman, aber was man in 30 Jahren Ehe mit drei Kindern alles noch durchlebt, das können Nachbarn nicht wissen … der Leser aber sehr wohl.
__________________
Bewertung 6 von 10
8. Mai 2006
Zwölf Ringe - Juri Andruchowytsch
Für mich ist dieses Buch eine düstere, negative Darstellung der Ukraine, obwohl es laut Anhang eine Liebeserklärung an das Land sein soll. Auch die Story, mit der Juri Andruchowytsch seine Gedanken über dieses Land und die Liebe zu ihm darstellt, hatte für mich nichts fesselndes, oder gar interessantes an sich. Im ganzen Verlauf des Buches, lässt J.A. den jahrhunderte andauernden, noch immer allgegenwärtigen Einfluss Russlands, erkennen. Die vielen sprachlichen Mischformen die in der Ukraine entstanden sind, führen zwangläufig zu einem tiefen Mißverständnis auch innerhalb des eigenen Landes.
Und das lässt J.A. den Leser, durch immer wieder eingestreute Wörter oder Sätze aus diesen vielen verschiedenen Sprachen, bewusst miterleben. Es herrscht einfach ein verwirrendes Durcheinander, nicht nur in der Ukraine, sondern auch in diesem Buch.
Karl Josef Zumbrunnen, ein österreichischer Fotograf, reist immer wieder in die Ukraine. Auf dem Weg in die Karpaten, schließt er sich einer Gruppe an. Dieser Ausflug gibt dem Leser einen Einblick in den Beginn eines neuen Staates, die fortschreitende Resowjetisierung und die historischen Einflüsse, aus denen sich dieser junge Staat zu dem entwickelt hat, was er heute ist.
_______________
Bewertung 4 von 10
Und das lässt J.A. den Leser, durch immer wieder eingestreute Wörter oder Sätze aus diesen vielen verschiedenen Sprachen, bewusst miterleben. Es herrscht einfach ein verwirrendes Durcheinander, nicht nur in der Ukraine, sondern auch in diesem Buch.
Karl Josef Zumbrunnen, ein österreichischer Fotograf, reist immer wieder in die Ukraine. Auf dem Weg in die Karpaten, schließt er sich einer Gruppe an. Dieser Ausflug gibt dem Leser einen Einblick in den Beginn eines neuen Staates, die fortschreitende Resowjetisierung und die historischen Einflüsse, aus denen sich dieser junge Staat zu dem entwickelt hat, was er heute ist.
_______________
Bewertung 4 von 10
1. Mai 2006
Anastasia - Wladimir Megre
Eine junge Frau, angeblich die Botschafterin eines uralten Volkes aus der Taiga, lebt alleine in einem Wald und wird, die „Tochter der Taiga“ genannt. Sie braucht fast nichts zu Essen zB. Eichhörnchen bringen Nüsse und das reicht. Geschlafen wird vor oder in der Höhle eines Bären, oder irgendwo im Freien. Durch Ihre paranormalen Kräfte weis sie über alles in der Welt bescheid. Sie braucht keine Bücher und auch keine Mitmenschen um etwas zu Lernen.
Und zufällig, ist sie nun Wladimir Megre, bei seiner Geschäftsreise auf dem sibirischen Fluss Ob, nach Nowosibirsk, „natürlich im Wald“ begegnet.
Dort zeigt sie Ihm wie einfach, heilsam, beruhigend und interessant das „Eins-Sein“ mit der Natur ist und so nebenbei weis sie auch, wie alle anderen Probleme dieser Welt zu lösen wären! Wladimir ist der Mann der ein Buch schreiben soll, damit alle Menschen von ihr und ihrem „kosmischen Strahl“ erfahren können, vergleichbar mit den Aposteln Jesus, denen wir das neue Testament zu verdanken haben.
Dieses besagte Buch und die darin enthaltenen Botschaften, soll Millionen Menschen in Russland und nun auch schon über den russischen Sprachraum hinaus, berührt haben.
Es versucht Hoffnung und Liebe als die wesentlichen Elemente des Lebens darzustellen und spricht wieder alle weltbewegenden Themen an, wie: Gesundheit, kosmische Heilkräfte, richtige Ernährung, Ursachen und Hintergründe von Krankheit und Zukunft der Menschen.
Themen also, die aktuell viele Menschen berühren, die auf der Suche nach ein bisschen Sinn in ihrem Leben sind. Voraussetzung dafür ist, dass es in leicht verdaulicher Form konsumiert werden kann, dass ist Megre in jedem Fall gelungen, ich habe selten ein so schlechtes Buch gelesen. Infantile und 3-6 jährige werden ihre Freude mit diesem Schrott haben.
_________________
Bewertung: 0 von 10
Und zufällig, ist sie nun Wladimir Megre, bei seiner Geschäftsreise auf dem sibirischen Fluss Ob, nach Nowosibirsk, „natürlich im Wald“ begegnet.
Dort zeigt sie Ihm wie einfach, heilsam, beruhigend und interessant das „Eins-Sein“ mit der Natur ist und so nebenbei weis sie auch, wie alle anderen Probleme dieser Welt zu lösen wären! Wladimir ist der Mann der ein Buch schreiben soll, damit alle Menschen von ihr und ihrem „kosmischen Strahl“ erfahren können, vergleichbar mit den Aposteln Jesus, denen wir das neue Testament zu verdanken haben.
Dieses besagte Buch und die darin enthaltenen Botschaften, soll Millionen Menschen in Russland und nun auch schon über den russischen Sprachraum hinaus, berührt haben.
Es versucht Hoffnung und Liebe als die wesentlichen Elemente des Lebens darzustellen und spricht wieder alle weltbewegenden Themen an, wie: Gesundheit, kosmische Heilkräfte, richtige Ernährung, Ursachen und Hintergründe von Krankheit und Zukunft der Menschen.
Themen also, die aktuell viele Menschen berühren, die auf der Suche nach ein bisschen Sinn in ihrem Leben sind. Voraussetzung dafür ist, dass es in leicht verdaulicher Form konsumiert werden kann, dass ist Megre in jedem Fall gelungen, ich habe selten ein so schlechtes Buch gelesen. Infantile und 3-6 jährige werden ihre Freude mit diesem Schrott haben.
_________________
Bewertung: 0 von 10
26. April 2006
Madame Bovary - Gustave Flaubert
Wenn es doch nicht immer so schwierig wäre, seine Träume umzusetzen. Auch Madame Bovary hat Ihre Träume. Und ein Traum, den jede Frau hat, ist auch der Ihre. Den Mann an Ihrer Seite zu haben, der Ihr Herz vom ersten bis zum letzten Tag immer aufs Neue berühren kann. Wo die Leidenschaft nie erlischt. Ein Mann den es glücklich macht, an Ihrer Seite zu sein.
Doch leider besteht Madame Bovary´s Traum nicht nur darin, sondern Sie verwechselt in Ihrer Sehnsucht die Sinnesreize des Luxus mit den Freuden des Herzens, und die Eleganz der Manieren mit den Feinheiten des Gefühles. Und damit beginnt sich alles in eine ungewünschte Richtung zu verändern.
Madame Bovary ist verheiratet mit einem Arzt. Ein Ehepaar das, durch das recht gute Einkommen des Ehemannes, ein angenehmes zu Hause hat und ein unbekümmertes Leben führt. Ihr Ehemann bemüht sich sehr diesen Status beizubehalten, und muss daher viel Zeit für seine Arbeit aufbringen. Er liebt seine Frau über alles und bekommt genug Dankbarkeit und Fürsorge dafür von Ihr zurück. Auch als es Ihr einmal eine lange Zeit sehr schlecht ging, zog er sofort in einen anderen Ort mit Ihr. Eine Veränderung, eine andere Umgebung vielleicht, sollte dann zur Genesung beitragen. Aber Sehnsucht, die nicht gestillt werden kann, die zerreißt einen fast, lässt eine immer wieder, auch ungewollt leiden.
Dieses Buch ist 1857 erschienen und es ist ein Genuss darin zu lesen. Ein Beispiel wie schön man sich damals mit Worten geäußert hat ist der folgende Satz „Haben Sie nicht zuweilen erlebt, dass Sie in einem Buch einem Gedanken begegnen, den Sie undeutlich selbst gehabt haben, einem Bild, das verblasst von weit zurückkehrt und gleichsam der völligen Klärung Ihres zartesten Gefühls.“
___________________
Bewertung 6,0 von 10
Doch leider besteht Madame Bovary´s Traum nicht nur darin, sondern Sie verwechselt in Ihrer Sehnsucht die Sinnesreize des Luxus mit den Freuden des Herzens, und die Eleganz der Manieren mit den Feinheiten des Gefühles. Und damit beginnt sich alles in eine ungewünschte Richtung zu verändern.
Madame Bovary ist verheiratet mit einem Arzt. Ein Ehepaar das, durch das recht gute Einkommen des Ehemannes, ein angenehmes zu Hause hat und ein unbekümmertes Leben führt. Ihr Ehemann bemüht sich sehr diesen Status beizubehalten, und muss daher viel Zeit für seine Arbeit aufbringen. Er liebt seine Frau über alles und bekommt genug Dankbarkeit und Fürsorge dafür von Ihr zurück. Auch als es Ihr einmal eine lange Zeit sehr schlecht ging, zog er sofort in einen anderen Ort mit Ihr. Eine Veränderung, eine andere Umgebung vielleicht, sollte dann zur Genesung beitragen. Aber Sehnsucht, die nicht gestillt werden kann, die zerreißt einen fast, lässt eine immer wieder, auch ungewollt leiden.
Dieses Buch ist 1857 erschienen und es ist ein Genuss darin zu lesen. Ein Beispiel wie schön man sich damals mit Worten geäußert hat ist der folgende Satz „Haben Sie nicht zuweilen erlebt, dass Sie in einem Buch einem Gedanken begegnen, den Sie undeutlich selbst gehabt haben, einem Bild, das verblasst von weit zurückkehrt und gleichsam der völligen Klärung Ihres zartesten Gefühls.“
___________________
Bewertung 6,0 von 10
16. April 2006
Der zerrissene April - Ismail Kadare
Die Geschichte in diesem Buch zeigt wieder, wie primitiv der Mensch sein kann. Wie Traditionen und Rituale, die vor hunderten von Jahren „erfunden“ wurden, noch bis ins 20. Jahrhundert fortgeführt werden. Hier schreibt Ismail Kadare über ein Ritual, das man die „Blutrache“ nennt. In Albanien wurde dieser, immer im Blut endende Racheakt, von den Menschen im Hochland „gelebt“. Auch keine staatliche Form der Verwaltung hat über das „Regiment des Kanun“, wie sich dieser Aberglaube nennt, die Hand erheben können.
Ismail Kadre will mit dieser Geschichte Einblick in das Leben im Hochland von Albanien, zeigen. Das Leben eines jungen Mannes, der ohne es zu wollen einfach ein Glied in dieser Rachekette ist, und aus dem das Entkommen anscheinend unmöglich ist.
Leider ist dieses Buch einfach nicht schön zu lesen. Die Sätze und Wortführungen sind plump und sehr einfach. Trotz der tragischen Geschichte konnte es mich, bis zur letzten Seite, nicht berühren. Vielleicht ist auch die Übersetzung, zum Teil, dafür verantwortlich. Schade !
_________________
Bewertung: 2 von 10
Ismail Kadre will mit dieser Geschichte Einblick in das Leben im Hochland von Albanien, zeigen. Das Leben eines jungen Mannes, der ohne es zu wollen einfach ein Glied in dieser Rachekette ist, und aus dem das Entkommen anscheinend unmöglich ist.
Leider ist dieses Buch einfach nicht schön zu lesen. Die Sätze und Wortführungen sind plump und sehr einfach. Trotz der tragischen Geschichte konnte es mich, bis zur letzten Seite, nicht berühren. Vielleicht ist auch die Übersetzung, zum Teil, dafür verantwortlich. Schade !
_________________
Bewertung: 2 von 10
Abonnieren
Posts (Atom)